Die Prinzengarde bereichert den vaterstädtischen Karneval durch eine Reihe eigener, aber auch die aktive Teilnahme an fremden Veranstaltungen. Die Aktivitäten der Prinzengarde beschränken sich allerdings nicht nur auf die fünfte Jahreszeit, auch im Sommer existiert ein reges Vereinsleben.

Prinzenbegleitung

Die Prinzengarde der Stadt Mönchengladbach e.V. ist die ständige Begleitung und Leibgarde seiner Tollität, des Prinzen Karneval der Stadt Mönchengladbach. Unsere Aufgabe besteht auch in der Eskorte des Prinzenpaares bei Veranstaltungen und durch unser Auftreten gemeinsam mit den närrischen Regenten Spaß an d'r Freud in den Sälen und auf den Bühnen zu verbreiten.  Diese Aufgabe wird durch unsere uniformierten Mitglieder – das aktive Corps – wahrgenommen.

Daneben gehören aber auch Reiten und Tanzen zu unseren Aktivitäten und ferner existiert während der Sommermonate ein reges Vereinsleben.

General-Appell

Kaiser-Friedrich-Halle - Unter einem Appell (aus lat. appellare bzw. frz. appeller = anrufen) versteht man beim Militär das Versammeln der Truppe. Dies kann geschehen um  Befehle auszugeben, Meldungen oder Bitten entgegen zu nehmen oder die Gardisten zu inspizieren. Neben dem General-Appell ruft die Prinzengarde außerdem zum Uniform- und Beförderungsappell.

Erwachsen aus einem internen Termin, der zur Inspektion der Truppe sowie zu Ehrungen und Beförderungen der Gardisten gedient hat, ist der General-Appell in seiner heutigen Form bereits zu einer fest etablierten Veranstaltung geworden und aus dem Mönchengladbacher Karneval nicht mehr wegzudenken.

Zentraler Bestandteil ist auch heute noch die Inspektion der Truppe durch den General-Appell-meister. In lockerer, karnevalistischer Art werden militärische Traditionen dabei humorvoll auf den Kopf gestellt, denn das irgendetwas zu beanstanden ist, dafür sorgen die Gardisten immer wieder mit geistreichen Einfällen.

Neben einem traditionellen karnevalistischen Potpourri aus Gesang, Rede und natürlich auch Tanz bildet die Kürung der jeweiligen Pulvermeister einen weiteren Höhepunkt dieser Veranstaltung.

Mummenschanz

Gaststätte Parkklause - Kostümfeste haben eine lange Tradition bei der Prinzengarde: bereits in den Gründungsjahren fand das Erste dieser Art in den Räumen der Gesellschaft Casino statt. Auch in den späteren Jahren fanden regelmäßig solch gesellige Abend unter verschiedenen Titeln - ob Kostümfete oder Maskenball - statt und lockten immer zahlreiche Besucher zur Prinzengarde. Erst in den letzten Jahren schlief diese schöne Tradition - sicherlich des ungewollt häufigen Wechsels der Lokalitäten wegen - schlussendlich ein. In unserem Jubiläumsjahr möchte die Prinzengarde diese alte Tradition wieder aufleben lassen und dabei auffrischen: unter dem Titel "Mummenschabz in rot &∓ grau" findet endlich erstmals wieder ein Kostümfest der Garde statt.

Mummenschanz ist ursprünglich die Bezeichnung eines Glücksspiels mit Würfeln, welche als Bestandteil von Maskenumzügen auch im Karneval eine Rolle spielte, und seither die Bedeutung Maskerade bzw. Maskenspiel hat.

"Schanz" ist entlehnt aus dem altfranzösischen "chance", und bedeutet hier soviel wie "Zufall" bzw. "glücklicher Fall (der Würfel)". Auch heute sagt man z.B. noch "jemanden etwas zuschanzen". Die Herkunft von "Mum(men)" ist dagegen nicht sicher. Es wird u.a. zurückgeführt auf das Wort "mumme", das soviel bedeutet wie Maske, verkleidete Gestalt. Was es heißt, sich zu "vermummen", weiß wohl heute ebenfalls noch jeder. In dieser Bedeutung ist es ebenfalls dem Altfranzösisch entlehnt: momer (belegt seit 1263) bedeutet "sich verkleiden".

Der Mummenschanz im Deutschen seit dem 16. Jahrhundert in Redewendungen sowie im Zusammenhang mit christlichen Bräuchen zur Fastenzeiten (in Verkleidung in fremden Haushalten Würfelspiele feilzubieten) belegt. In der weiteren Entwicklung ging der Bezug zu Würfelspiel aber weitgehend verloren, so dass das Wort nur noch in der Bedeutung "Maskerade, Maskenspiel" geläufig geblieben ist.

Prinzenbiwak

Alter Markt  - Biwak (frz. bivouac = Feldlager, Nachtlager) bezeichnet ein Lager im Freien, oft in Zelten durch Soldaten und Gardisten.

Ursprünglich gab es in Städten eine innerhalb der Mauern befindliche Hauptwache und eine auf der freien Fläche vor der Mauer befindliche Beiwache. Da es dort keine Gebäude gab, musste die Beiwache in Zelten campieren. Über das Niederländische wurde der Begriff der Beiwache/Biwake nach Frankreich entlehnt, wo er als Bivoque, Bivouac oder ähnliches recht bald zur Bezeichnung eines jeden Campierens von Garden im freien Feld diente.

Das Wort Biwak wurde dann ins Deutsche rückentlehnt (ohne zu wissen, dass es sich eigentlich um ein verballhorntes deutsches Wort handelt). In diesem Sinne wird das Wort heute noch gebraucht.

Das Prinzenbiwak ist eine unserer ältesten Veranstaltungen. Seit über 20 Jahren bieten wir dem karnevalistischen Volk eine Open-Air-Veranstaltung der besonderen Art. Auf der Bühne tummeln sich die Größen des rheinischen Karnevals, rund um das Haus Erholung selber findet der Besucher ein reichhaltiges kulinarisches Angebot, von Ballebäsukes über Mutzen, deftigen Spezialitäten wie Gulaschsuppe und Bartwürsten bis hin zu frischen Riefkooche. Auch verdursten muss der Besucher nicht. Bier, Glühwein, Cola, heißer Kakao und mehr laden auch bei niedrigen Temperaturen zum Verweilen ein.

Der Erlös aus dieser Veranstaltung wird jedes Jahr einem guten Zweck zugeführt, den jeder einzelne Zuschauer mit seinem Verzehr unterstützt.

Prinzenbrunch

Kette und Schuss - Unser jährlicher Prinzenbrunch findet traditionell am Karnevalssonntag, dem Tulpensonntag oder auch Quinquagesimae, statt.

Die christliche Fastenzeit umfasst 40 Werktage und sechs Sonntage, die fastenfrei sind: die fünf Fastensonntage und den Palmsonntag. Vor dem Zweiten Vatikanischen Konzil gab es noch eine Vorfastenzeit, deren Sonntage folgende Namen trugen: Septuagesimae, Sexagesimae und Quinquagesimae.

Die Prinzengarde gönnt sich an diesem Sonntag eine kleine Auszeit, um sich von den bisherigen Strapazen (u.a. Altweiber und Karnevalssamstag) zu erholen und sich für die noch kommenden (Rosenmontag und Veilchendienstag) zu stärken. In  gewohnt gemütlicher Atmosphäre bieten wir ein kleines karnevalistisches Programm und ein reichhaltiges Buffet. Bei dieser Gelegenheit wird der verdiente Prinz auch von der Garde für seine Anstrengungen um das Brauchtum Karneval ausgezeichnet.

Fischessen

Western River Ranch - Am Aschermittwoch beginnt bekanntlich die bis Ostern dauernde, christliche Fastenzeit. Ein wichtiger Punkt des Fastens ist auf Fleisch zu verzichten. Daher stammt vermutlich auch der Ursprung des Wortes Karneval: das lateinische Carne Valis, also Fleisch, Lebe Wohl.

Die Prinzengarde begeht diesen Brauch jedes Jahr mit ihrem traditionellen Fischessen am Freitag nach Aschermittwoch. Das Restaurant verwöhnt uns bei dieser Gelegenheit jedes Jahr aufs neue mit Köstlichkeiten aus See, Fluss und Meer und in ruhiger Atmosphäre kann man die vergangene Session noch einmal an sich vorbeiziehen lassen. Auch Gäste und Freunde der Garde sind herzlich zu dieser Veranstaltung geladen.

Stammtisch

Gaststätte Parkklause - Jeden ersten Freitag im Monat treffen sich die Aktiven der Prinzengarde zum gemütlichen Beisammensein in der Gaststätte Parkklause in Mönchengladbach am Wasserturm. Bei Bier und Wein (und natürlich auch bei Cola) wird geklönt und geschnackt, man lässt die Session Revue passieren oder Unterhält sich über die Eigenarten des Alltags.

Gäste und Freunde der Garde sind natürlich jederzeit herzlich willkommen, den aktiven Gardisten anzuschließen.

Beförderungsappell

Gardecasino -  Aneinem der letzten Freitage im November findet im Garde-Casino der Prinzengarde der Stadt Mönchengladbach der alljährliche Beförderungsappell statt. Neben den erdienten Schulterklappen und Urkunden, die traditionell vom amtierenden Generalappellmeister in Zusammenarbeit mit dem Kommandanten verliehen werden, bietet diese Veranstaltung den Prinzgardisten und Regimentstöchtern die Möglichkeit, sich bei Speis und Trank auf die kommende Session einzustimmen, bevor man sich vorerst in die Weihnachtszeit verabschiedet.

Prinzenquadrille

Abtshof - Als Quadrille (oder auch Formationsreiten) bezeichnet man das koordinierte Reiten von verschiedenen Hufschlagfiguren mit einer Gruppe von Reitern. Bereits 350 v.Chr. wird von solchen Ritten berichtet, systematisiert und perfektioniert wurde das Formationsreiten jedoch in den Kavallerieschulen. Die Bezeichnung Quadrille stammt vom gleichnamigen formalen, ursprünglich französischen Tanz.

Zu Ehren des Prinzenpaares veranstalten wir gemeinsam mit unseren Freunden von der Großen Rheydter Prinzengarde und den Rittmeistern h.c. beider Garden jedes Jahr im Januar in „unserer Kavalllerieschule“ – der Reitschule Klinken in Hamern – eine Prinzenquadrille, die gleichzeitig einen geselligen Abend für Gardisten beider Prinzengarden darstellt.

Veranstaltungen außerhalb der Session

Manöverkritik

Prinzengarde on Tour

Grillfest des aktiven Corps

Grillparty der Grillteams Prinzengerde der Stadt Mönchengladbach e.V. und Große Rheydter Prinzengarde