Kostümfest der Prinzengarde 2018 in der Parkklause

Kostümfeste haben eine lange Tradition bei der Prinzengarde: bereits in den Gründungsjahren

fand das Erste dieser Art in den Räumen der Gesellschaft Casino statt. Auch in den späteren

Jahren fanden regelmäßig solch gesellige Abend unter verschiedenen Titeln - ob Kostümfete

oder Maskenball - statt und lockten immer zahlreiche Besucher zur Prinzengarde. Erst in den

letzten Jahren schlief diese schöne Tradition - sicherlich des ungewollt häufigen Wechsels

der Lokalitäten wegen - schlussendlich ein. Unter dem Titel "Mummenschabz in rot & grau"

findet das Kostümfest der Garde statt.

Mummenschanz ist ursprünglich die Bezeichnung eines Glücksspiels mit Würfeln, welche als

Bestandteil von Maskenumzügen auch im Karneval eine Rolle spielte, und seither die Bedeutung

Maskerade bzw. Maskenspiel hat. "Schanz" ist entlehnt aus dem altfranzösischen "chance",

und bedeutet hier soviel wie "Zufall" bzw. "glücklicher Fall (der Würfel)". Auch heute sagt man

z.B. noch "jemanden etwas zuschanzen".

Die Herkunft von "Mum(men)" ist dagegen nicht sicher. Es wird u.a. zurückgeführt auf das Wort "mumme",

das soviel bedeutet wie Maske, verkleidete Gestalt. Was es heißt, sich zu "vermummen", weiß wohl

heute ebenfalls noch jeder. In dieser Bedeutung ist es ebenfalls dem Altfranzösisch entlehnt:

momer (belegt seit 1263) bedeutet "sich verkleiden". Der Mummenschanz im Deutschen seit

dem 16. Jahrhundert in Redewendungen sowie im Zusammenhang mit christlichen Bräuchen

zur Fastenzeiten (in Verkleidung in fremden Haushalten Würfelspiele feilzubieten) belegt. In

der weiteren Entwicklung ging der Bezug zu Würfelspiel aber weitgehend verloren, so dass

das Wort nur noch in der Bedeutung "Maskerade, Maskenspiel" geläufig geblieben ist.